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Wie wirkt der Sedimentfang bei Wedel?

Im Frühjahr 2008 wurde zur Optimierung der Wassertiefenunterhaltung in der Tideelbe gemeinsam durch die Hamburg Port Authority und die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung ein Sedimentfang auf Höhe des Wedeler Jachthafens errichtet.

Im Bereich der bestehenden Fahrrinne wurde über die Breite von rund 300 Meter eine anderthalb Meter tiefe, rund 2 km lange Stufe in der Gewässersohle angelegt. Die Vergrößerung des Querschnittes führt zu einer Reduzierung der Strömungsgeschwindigkeiten, so dass sich hier die stromauf transportierten, marinen Sedimente ablagern können, bevor sie den Hamburger Hafen erreichen und dort gebaggert werden müssen. Dadurch wird auch verhindert, dass sich die "sauberen", marinen Sedimente, welche durch den Tidalpumping Effekt stromauf transportiert wurden mit dem von Oberstrom eingetragenen Material vermischen. Vom Sedimentfang aus soll dann künftig im Rahmen der regelmäßigen Unterhaltung eine Umlagerung der Sedimente stromabwärts in ebbstromdominierte Bereiche erfolgen.

Durch den Sedimentfang und die neue Umlagerstrategie sollen der Sedimenthaushalt der Tideelbe stabilisiert und die Kreislaufbaggerungen wirksam unterbunden werden. Diese Maßnahme ist ein erster Baustein des ganzheitlichen Sedimentmanagementkonzepts für die Tideelbe. Es handelt sich um die Erprobung eines hier neuen Verfahrens, um die Wassertiefenunterhaltung zu optimieren.

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TIDEELBE - wetter