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Wie wirken Maßnahmen zur Dämpfung der Tideenergie im Bereich der Mündung aus?

Im Bereich der Mündung ist in den vergangenen 30 Jahren mehr als 100 Mio. m³ Material erodiert worden. Durch die Aufweitung des Mündungstrichters dringt heute mehr Tideenergie in das Elbästuar vor, als dies noch bis vor einigen Jahrzehnten der Fall war. Durch einen Ausgleich des Materialverlustes, bzw. einer Restriktion des Mündungsquerschnittes ist eine große Wirkung hinsichtlich der Dämpfung der Tideenergie möglich.  

Jedoch ist dies ein äußerst komplexes Thema, weil dieser Bereich hochdynamisch ist und sich ständig verändert. Daher sind hier noch umfangreiche Untersuchungen anzustellen. Um den Bereich näher zu erforschen, hat die HPA im Bereich der Mündung 2007 bis zu 65 Meter tiefe Bohrungen abgesetzt und geo-seismische Untersuchungen durchgeführt. Weiterhin laufen Naturmessungen der Technischen Universität Hamburg-Harburg im Bereich der Neufelder Rinne, um das Prozessverständnis hochdynamischer Wattflächen zu verbessern. Aufgrund des großen Materialverlustes im Bereich der Mündung und der zunehmenden Aufweitung des Mündungstrichters mit den nachteiligen Effekten für die Tideelbe, versprechen Maßnahmen in diesem Bereich eine große Wirkung hinsichtlich der Dämpfung der Tideenergie. Diese müssen jedoch nicht zwangsläufig starre Bauwerke vorsehen. So können gegebenenfalls Sandbänke (ähnlich wie Gelbsand oder Vogelsand) mit einer entsprechenden Korngröße an geeigneter Stelle eine Dämpfung herbeiführen.

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