Eschschallen
Das 306 ha große "Naturschutzgebiet Eschschallen im Seestermüher Vorland" liegt am Elbufer zwischen den Mündungen der Krückau und Pinnau. Es ist mit Verordnung vom 02.04.1991 unter Naturschutz gestellt worden. Das Naturschutzgebiet dient der dauerhaften Erhaltung einer natürlichen Flussuferlandschaft an der Tideelbe mit ihren großräumigen Süßwasserwatten, ausgedehnten Röhrichtbeständen, Hochstaudenriedern, Wasserflächen, naturnahen Gehölzbeständen und der an diese Lebensräume gebundenen charakteristischen und artenreichen Pflanzen- und Tierwelt.

Das NSG untergliedert sich in das tidebeeinflusste Vordeichsgelände mit seinen Gräben und Prielen und den Bereich der Süßwasserwatten. Auf dem Vordeichsgelände finden sich Pappel- und Weidenreihen, Bandweidenkulturen sowie verlassene alte Obstgärten. Innerhalb der Röhrichtzone wachsen Wasserschwaden, Rohrkolben, Teichwasserstern, Blutweiderich, Hohe Erzengelwurz und Sumpfdotterblumen. Dieser Schilfkomplex ist bevorzugter Brutplatz einiger Roter-Liste Vogelarten wie z.B.: Knäckente, Wasserralle und Schilfrohrsänger. In den ausgeprägten Süßwasserwatten findet man viele Kleinstlebewesen wie Schlammröhrenwürmer, Flussruderkrebse und Wasserflöhe die den Fischen und Vögeln als Nahrungsgrundlage dienen.

Daher ist das "NSG Eschschallen im Seestermüher Vorland" auch Bestandteil des europäischen ökologischen Netzes "Natura 2000".
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